Donnerstag, 11. November 2010

On the road

Vor ein paar Tagen haben wir die Ostküste verlassen und sind 2.600 km ins Landesinnere gefahren. So sind wir durch einsame Gegenden gefahren und haben sehnsüchtig auf den nächsten Ort gewartet, der manchmal 300 km auf sich warten ließ. Dafür konnten wir auf dieser langen Strecke ganz untschiedliche Landschaftseindrücke genießen.


So einsam war es dann aber doch wieder nicht...man sieht zwar alle paar Meter die toten Kängurus am Straßenrand liegen, aber meist sind diese doch eher bei Sonnenauf- und -untergang aktiv. Deshalb war ich schon sehr überrascht, als mir mitten am Tag plötzlich eins vors Auto sprang. Bei 100 km/h kann man da nicht sehr viel machen...bremsen und aufs Beste hoffen. Das Foto vom toten Känguru enthalte ich euch lieber vor, obwohl man darauf im Hintergrund die 2 vorwurfsvollen Augenpaare der Freunde des Kängurus hätte sehen können. Dafür seht ihr unser demoliertes Auto. Gottseidank konnte Heiko die Beule wieder ausdellen.



 Weit und breit nichts...




Nun sind wir im Northern Territory angekommen und damit zeitlich eine halbe Stunde näher an die deutsche Zeit gerückt. Die Fläche des Bundesterritoriums ist in etwa so groß wie Spanien, Frankreich und Italien zusammen. Von den rund 200.000 Einwohnern leben 70 % verteilt auf die größten Städte Alice Springs und Darwin. Der Rest verkleckert sich so dazwischen. Vielleicht lässt sich noch mehr verdeutlichen, wie wenig Leute hier wohnen, wenn man sich vorstellt, die Einwohner Friedrichshain- Kreuzbergs würden sich auf die Fläche der oben genannten Länder verteilen.



Kurz nachdem wir die Grenze zum Northern Territory überquert hatten, tauchten auf einmal ca. 20 Polizisten auf, die eine Verkehrskontrolle durchführten. So durfte ich das erste Mal, seit ich meinen Führerschein habe, pusten. In den letzten 10 Jahren wollte, abgesehen von ein paar Autovermietungen, noch nie jemand meinen Führerschein sehen. Mittlerweile haben wir eine gewisse Routine in Verkehrskontrollen, denn dieser folgten noch 2 weitere. Und zwar immer an Stellen, wo man es am wenigsten erwartet...so soll´s wohl sein ;-)


Diese Roadtrains mit einer Länge von bis zu 53 m donnern hier über Straßen und versorgen die entlegeneren Gebiete mit allem, was man so zum Leben braucht.




Hier kann man getrost auch mal ein Mittagsschläfchen machen ;-)




Sonnenuntergang im Outback...




Zum Glück gibt es auf der Strecke einige wenige Attraktionen. So kamen wir zum Beispiel bei Devil´s Marbles vorbei, eine heilige Stätte der Aborigines bestehend aus einer Ansammlung von großen, runden Felsen...












An einer Raststätte gab es eine Galerie mit Kunstwerken von Aborigines zu besichtigen. Im Garten davor standen diese riesiges Skulpturen einer Aboriginefrau mit Kind und auf dem Berg dahinter der jagende Mann...



Unterwegs gibt es viele Raubvögel, die sich über die verwesten Kängurus hermachen. Leider ist die Gier dabei manchmal so groß, dass sie selbst überfahren werden...


Angekommen in Alice Springs...Zeit zum Verschnaufen :-)

2 Kommentare:

  1. Dear travellers through the desert,
    das arme Känguruh ... Habt Ihr wenigstens eine kurze Zeremonie abgehalten und Euch entschuldigt, damit der Känguruh-Gott Euch nicht verfolgen lässt durch seine grossen hüpfenden Rachegeister?!
    Bitte immer gut auf ausreichend Wasser und Sprit achten! Und hey: Keine Steine umschubsen!
    Good luck so far!
    Birgit

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  2. ..ich liebe springfotos. aber in alice spring liegt das ja nahe... hahaha ;) schon irgendwie abgefahren, wenn man überlegt, dass es weit und breit keine menschen gibt aber dann diese riesen skulpturen. genießt die sonne und schickt uns ein paar strahlen nach berlin, falls ihr genug davon habt! liebste steffigrüße

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