Nach einem Besuch von Nelson fuhren wir nach Picton, von wo aus zwei Fährunternehmen die Überfahrt zwischen Nord- und Südinsel anbieten. Im Gegensatz zu den Schiffen, mit denen wir bisher gefahren sind, war dieses natürlich eine Nummer größer. Mit einer Dreiviertelstunde Verspätung ging es los. Die erste Stunde fährt man durch die idyllische Fjordlandschaft der Marlborough Sounds. Dann geht es weiter über die Cook Strait in den großen Naturhafen von Wellington, der Hauptstadt Neuseelands. Auch hier zeigte sich mal wieder, dass wir alles andere als seetauglich sind. Wir haben uns zwar tapfer geschlagen, waren aber, wie bei allen anderen Schiffstouren auch, sehr dankbar, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben. Also Steffi, mit der Kreuzfahrt...da müssen wir nochmal drüber reden ;-)
Im Hafen von Wellington machte uns der Kapitän dann auf die "Queen Mary 2" aufmerksam, die wegen des Erdbebens nicht in Lyttelton, sondern in Wellington angelegt hatte. Als eines der weltweit größten Passagierschiffe war "sie" natürlich schwer zu übersehen ;-)
Wellington ist eine sehr nette Stadt. Die Tage vergingen wie im Flug und am Ende hatte ich gar kein Foto gemacht...hmm. Also wer etwas von Wellington sehen will, fährt am besten selbst schnell mal vorbei ;-) Der Besuch des Te Papa, des Nationalmuseums, lohnt sich auf jeden Fall. In diesem toll gestalteten Museum erfährt man alles über die Natur, Geschichte und die Einwohner Neuseelands. Jetzt wissen wir, dank eines Simulators, wie sich ein Erdbeben anfühlt und haben einmal die Welt durch die Augen eines Schafes betrachtet.
Von Wellington aus fuhren wir Richtung Norden nach Napier. Diese Stadt wurde 1931 bei einem schweren Erdbeben fast vollständig zerstört. Doch statt zu resignieren wurde die Stadt komplett neu aufgebaut...allerdings im Art Déco Stil. Dazu wurden Architekturstudenten und Arbeitslose des Landes nach Napier geholt. Gepaart mit dem sonnigen Wetter machte die Stadt auf uns einen locker leichten Eindruck. Alles ist super gepflegt und mit den vielen Palmen könnte man sich auch vorstellen, irgendwo in Miami zu sein ;-)
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