Eine der beliebtesten Wanderungen Neuseelands ist das Tongariro Alpine Crossing im Tongariro National Park. Von mehreren Leuten wurde uns diese 19,4 km lange Wanderung, die durch, auf und um Vulkane fĂŒhrt, empfohlen. Im ReisefĂŒhrer steht, dass diese Wanderung vor allem deshalb so beliebt ist, weil sie nicht besonders schwierig zu laufen ist...naja, dazu spĂ€ter mehr. In der Hauptsaison wandern hier tĂ€glich ca. 700 Touristen. Als wir am Vortag im Nationalpark ankommen, regnet es in Strömen und es ist schon zu spĂ€t, um noch ins Visitor Center zu fahren und uns zu informieren. Deshalb wissen wir auch nichts von einem Shuttleservice, der in alle möglichen Richtungen operiert, da die Wanderung in eine Richtung verlĂ€uft und es einem so ermöglicht wird, zum geparkten Auto zurĂŒckzukommen. Das erfahren wir erst am nĂ€chsten Tag.
Also wandern wir etwas verspĂ€tet los. Der Parkplatz am Start der Wanderung ist nicht wirklich fĂŒr den Andrang ausgelegt, aber dank der Mithilfe eines deutschen PĂ€rchens, quetschen wir unser Auto knapp hinter ihres und hoffen beide, dass wir da auch wieder weg kommen.
Der Start der Wanderung...
Das Höhenprofil der Wanderung: man startet auf 1.100 m und wandert so dahin. Dann kommt ein steiler Anstieg, der nicht so lustig ist. Der höchste Punkt liegt bei ca. 1.900 m, bevor es dann auf 800 m runter geht.
Das erste StĂŒck ist wirklich harmlos. Man lĂ€uft auf gut angelegten Wegen mit nur leichter Steigung zwischen Vulkangestein.
Dann kommt der Anstieg, der durch die vielen Stufen wahrscheinlich erleichtert werden soll...hmm, naja. Der Name Devil´s Staircase (Treppenhaus des Teufels) ist auf jeden Fall sehr treffend ;-)
Mir kommen erste Zweifel, zumal ich bis hierhin noch denke, dass wir...
...auf diesen Gipfel mĂŒssen. Den kann man aber, wenn man noch drei Stunden ĂŒbrig hat, separat besteigen...wirklich schade, dass uns dafĂŒr die Zeit fehlt ;-)
Oben ist es dann ganz schön windig und kalt, aber trotzdem sind die Wetterbedingungen an diesem Tag optimal.
Ăber einen weiteren Anstieg kommt man zum Red Crater.
Heiko testet die Windrichtung...
Einfach nur toll, dieser Ausblick...
Dahinter taucht dann der Blue Lake auf. Ein toller Farbkontrast zu der kargen Landschaft.
Man fĂŒhlt sich manchmal, als wĂ€re man gerade auf dem Mond gelandet.
Der Red Crater aus der Ferne...
Ăber privates Land schlĂ€ngelt sich der Weg dann so 14 km nach unten. Auch hier sollte man auf dem Weg bleiben, denn wie man auf dem Foto sehen kann, gibt es auch hier wieder heiĂe Quellen. Der Schwefelgeruch ist allgegenwĂ€rtig...
Nach ca. 6 Stunden kommen wir am Ziel an und liegen damit am unteren Zeitlimit. Das letzte StĂŒck fĂŒhrt, entgegengesetzt zum Rest der Wanderung, durch ĂŒppigen Regenwald. Da zeigt sich mal wieder, wie kontrastreich Neuseeland ist. Als Belohnung bekomme ich ein Bienchen...allerdings hat mich dieses gestochen und mir einige Tage Schmerzen im Arm bereitet :-(
Alles in allem war es eine der schönsten Wanderungen unserer Reise und ein guter Abschluss fĂŒr diese. Nach fast 20 km mit einigen hundert Höhenmetern sind wir aber doch etwas kaputt und als "nicht schwierig" wĂŒrde ich die Wanderung auf jeden Fall nicht einordnen. Und das kann ich jetzt auch sagen, denn ein bisschen Wandererfahrung haben wir ja in den vergangenen Monaten gesammelt ;-)
Einen weiteren spannenden Erfahrungsbericht des Tongariro Alpine Crossings findet ihr im Bergzeit- Magazin von www.bergzeit.de hier.
Zum Schluss nochmal das Wahrzeichen Neuseelands. Da Kiwis nachtaktiv sind, werden wir sie wohl nicht in echt sehen, dafĂŒr aber wenigstens schwarz auf gelb ;-)
Joi, das war ja nochmal eine tolle Tour!
AntwortenLöschenHeute in einer Woche seid Ihr nun schon in heimatlichen Gefilden... Das Wetter meint es halbwegs gut mit uns - bis auf die erhöhte Waldbrandgefahr wegen des fehlenden Regens - es herrschen wahrhaft frĂŒhlingshafte Temperaturen!
Eine problemlose Abgabe des Autos sowie noch ein paar schöne Tage in Auckland zum Ausklingen Eures auĂergewöhnlichen und erlebnisreichen Projekts!
LG MuHei
Wie schön! Wieder ein tolles Erlebnis und ihr habt die Zeit optimal genutzt! Beneidenswert!!!
AntwortenLöschenGenieĂt die restlichen Tage, laĂt es euch gut ergehen und kommt gesund und munter wieder hier in Berlin an!
Beste GrĂŒĂe in mein persönliches auĂereuropĂ€isches Lieblingsland und an euch,
bis bald,
Katrin
Hallo Wandervögel !
AntwortenLöschenDie Landschaft sieht ja extrem karg aus. Hat der böse Homo s. seine zerstörerischen Griffel im Spiel gehabt oder ist der Vulkanismus schuld ? FĂŒr Geologen wĂ€re das sicher ein Traum.
Zieht langsam ein wenig Wehmut ein ob der baldigen Heimkehr ? Ein paar schöne Tage noch !
LG Birgit
Hallo Jana & Heiko,
AntwortenLöschenich bin Christina von Bergzeit und möchte euch gerne einen Vorschlag fĂŒr eine Kooperation machen. Leider finde ich keine E-Mail Adresse auf eurer Seite und versuche es daher ĂŒber diesen Weg. Wenn ihr Interesse an genaueren Infos habt, meldet euch doch bitte bei mir unter c.breuer@bergzeit.de
Ich freue mich auf eure Nachricht!
Viele GrĂŒĂe
Christina