Freitag, 11. Februar 2011

Milford Sound (Piopiotahi)

Eins haben wir in Neuseeland schnell gelernt: das Wetter spielt eine zentrale Rolle. Deshalb richten wir uns bei der Reiseplanung immer nach den Vorhersagen für die nächsten Tage. Seit unserer Ankunft hatten wir schon über 30°C und Sonne aber auch einstellige Temperaturen und Dauerregen. Das kann manchmal vom einen auf den anderen Tag sein. Für unsere Tour zum Milford Sound hat sich unsere Planung gelohnt...noch am Tag vorher hatten wir Regen. Auf der Straße zum Milford Sound liegen viele der im letzten Beitrag beschriebenen DOC- Campingplätze. Wiedermal wunderschön gelegen am Eglington River mit Bergpanorama im Hintergrund. Dort machen wir auch unsere erste Begegnung mit Sandflies. Diese kleinen Biester sind hier sehr verbreitet und können einem die schönste Natur vermiesen. Sie beißen und hinterlassen juckende Stiche, die bluten und ewig nicht verheilen. 
Auf dem Platz treffen wir ein paar deutsche Jungs (aus Rostock, Lübeck, München, Münster und wir aus Berlin...alle Himmelsrichtungen abgedeckt ;-), die hier für 10 Monate Work & Travel machen. Sie erzählen uns, wie schlecht die Arbeit dabei bezahlt wird. Im Vergleich zu Australien, wo der Mindestlohn bei 18 AUD (ca. 13 €) liegt, bekommt man hier nur 12,50 NZD (ca. 7 €), brutto wohlbemerkt. Natürlich sind die Lebenshaltungskosten in NZ auch geringer, aber wenn man sich anhört, was für das Geld alles getan werden muss...puh! Ach ja, ich hatte in Australien ja auch ein Work &Travel Visum, aber da wir ja nun doch noch mehr rumreisen wollten und die Reisekasse es erlaubt hat, habe ich das mit dem Worken mal gelassen und bin beim Traveln geblieben ;-)
Zurück zum Thema: wie gesagt, als wir ankommen, regnet es in Strömen und wir verziehen uns schnell in unseren Camper. Am nächsten Morgen dagegen scheint dann wie angekündigt die Sonne. Und so sah unser Platz aus...


Unser Camper...


Wir müssen noch ca. 60 km bis zum Milford Sound fahren. In der Ferne tauchen die ersten großen Berge auf. Endlich sehen wir die Landschaft, die wir uns in Neuseeland vorgestellt haben. Bisher war es eher hügelig und landwirtschaftlich geprägt. Jetzt sind wir im Fjordland. Der Milford Sound ist der meist besuchte Fjord, da er der einzige ist, der über eine Straße erreichbar ist.




 

Kurz bevor wir da sind, müssen wir noch durch den Homer- Tunnel. Dies ist ein einspuriger, 1250 m langer Tunnel mit unverkleideten Wänden. Er führt gerade den Berg nach unten...ganz schön dunkel und steil...
Um den Fjord vom Wasser aus zu erkunden, begibt man sich als Besucher direkt ins Terminal, wo man zwischen mehreren Anbietern wählen und eine Tour buchen kann. Wir entschieden uns für eine 2- stündige Fahrt in einem relativ kleinen Boot. Genau als wir losfuhren, zogen Wolken auf, aber es hat nicht geregnet und das ist schon eine Seltenheit, denn diese Gegend ist eine der regenreichsten weltweit.


Wieso nur muss ich hier immer an Toblerone denken? ;-)









Wir haben die ganze Fahrt draußen gesessen. Es war natürlich ordentlich windig und kalt, aber da wir sowieso unsere dicksten Sachen anhatten (und zwar alle davon übereinander), ging es ;-)








Die Stirling Falls...




Auf dem Rückweg hielten wir noch einmal auf einem der schönen Plätze, um eine Kaffeepause zu machen...



Am nächsten Tag wollten wir eigentlich noch eine Kajaktour im Doubtful Sound machen. Dort ist natürlich sehr viel weniger los, da man nur mit zwei Anbietern Touren buchen kann und keine Straße dorthin führt. Leider kamen wir zu spät, sodass schon alles ausgebucht war. Tja, es ist eben noch Hochsaison. So blieben wir noch eine Nacht und fuhren am Donnerstag weiter nach Queenstown, wo uns ereignisreiche Tage erwarteten...

2 Kommentare:

  1. Uiih! Das geht ja jetzt Schlag auf Schlag bei euch! Kurze Wege halt ...

    Der Milford-Sound - überwältigend schön (nur noch schweigen und bewundern).

    LG Birgit

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  2. Ooooohhh, tolle Fotos! Die kleinen bösen Viecher gab`s vor 8 Jahren auch zur Genüge. Allerdings haben wir uns so eingedieselt und geschützt, dass wir weitestgehend verschont blieben.

    LG MuHei

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