Donnerstag, 10. Februar 2011

Von Christchurch nach Dunedin

Die ersten Nächte im Camper verbringen wir auf Campingplätzen des DOC (Department of Conservation). Dies ist eine "zentrale staatliche Organisation, die sich im Auftrag von und zum Wohle für ihre derzeitigen und zukünftigen Einwohner mit dem Schutz der Natur und dem historischen Erbe des Landes beschäftigt. Seine Aufgabe ist es, das ursprüngliche und historische Erbe Neuseelands zur Freude aller, heute und in der Zukunft zu bewahren". Zitat Ende...kurz und knapp, es gibt DOC- Campingplätze in vier verschiedenen Ausstattungen. Alle sind an landschaftlich tollen Stellen gelegen. Für ein paar Dollar kann man hier übernachten und das tun wir auch...und es ist immer schön :-)
Wir fahren die Ostküste abwärts. Auf dem Weg kommen wir in Oamaru vorbei. Dieses kleine Städtchen hat zwar nur 12.000 Einwohner, dafür aber ein paar tolle architektonische Attraktionen zu bieten. Einige der Gebäude könnten fast auch Unter den Linden stehen, finde ich... 










Im Ort gibt es einen Hochradladen, wo man eigentlich auch selbst fahren kann. Leider kamen wir gerade, als der Laden zu machte...




Hallo Opi...ich weiß, eigentlich müsste dort eine 75 stehen ;-)


Die Moeraki Boulders sind ein paar runde Felsen, die so am Strand rumliegen. Da wir in Australien ja schon öfters das Vergnügen mit verschieden geformten Steinen hatten, haben uns diese nicht gerade umgehauen und die vielen Leute, die sich hier drängelten, gaben uns einen Grund mehr, schnell weiterzufahren.





Dann schaut uns noch eine neuseeländische Pelzrobbe (New Zealand Fur Seal) ganz tief in die Augen...man kann gar nicht fassen, wie die stinken... ;-)


Und schon sind wir in Dunedin. Wir müssen erst einmal ein Gefühl für die Distanzen hier bekommen. Nach Australien liegt hier plötzlich alles so dicht beieinander. Dunedin ist der schottisch- gälische Name für Edinburgh und bedeutet soviel wie "Stadt auf dem Hügel". Das können wir bestätigen...als wir nach Dunedin reinfahren, geht es nur bergab, vorbei an den terrassenförmig angelegten Häusern. Der schottische Einfluss spiegelt sich nicht nur in der Architektur wider, es dudelt natürlich auch irgendwo immer ein Dudelsack...


Ca. 19.000 km bis Edinburgh...


Eine der Attraktionen Dunedins ist die Baldwin Street...die steilste Straße der Welt. Nein, die ist nicht in San Francisco, sondern hier. Mit 35% Steigung hat sie es sogar ins Guiness Buch der Rekorde geschafft. Da wollen wir natürlich auch mal hochlaufen, das heißt Heiko rennt natürlich ;-)


Ja, schieben ist ausnahmenweise erlaubt, wobei wir später einen Mountainbiker gesehen haben, der es tatsächlich immer slalommäßig bis nach oben geschafft hat...unglaublich!


Wie eine Skischanze...


Nein, ich kann nicht so schräg stehen...Heiko hat nur mal eben die Straße begradigt.


Und so sieht das dann in echt aus....



Danach fuhren wir weiter zur Otago Peninsula. Eine schmale, kurvige Straße führt hier die Halbinsel immer am Wasser entlang. Dabei muss der Beifahrer ganz schön starke Nerven beweisen, denn da, wo die Straße an der Seite aufhört, fängt auch direkt das Wasser an...da gibt es keinen Seitenstreifen oder so. In Taiaroa Head, an der Spitze der Halbinsel, gibt es ein Besucherzentrum, wo man sich über die hier lebenden Tiere informieren kann. Dazu gehören zum Beispiel die Königsalabtrosse, die, wie wir jetzt wissen, eine Flügelspannweite von bis zu 3 m erreichen können. Außerdem hat die seltenste Pinguinart, der Gelbaugenpinguin, hier seinen Lebensraum. Natürlich gibt es etliche Möglichkeiten, sich diesen Tieren zu nähern. Wir entschieden uns für den Anbieter "Natures Wonders Naturally". Nicht ganz passend zu diesem Namen fährt man mit panzerähnlichen Fahrzeugen, die vom Militär stammen, über das riesige Privatgelände. Da es den Tag und die Nacht zuvor stark geregnet hat, waren die "Wege" sehr verschlammt. Perfekt für diese Fahrzeuge, die sich im Wasser und auf dem Land fortbewegen können. Damit wir uns nicht schmutzig machen, gab es für jeden einen dicken Regenmantel. Zusammen mit zwei älteren Herren aus Spanien, von denen einer Deutsch konnte, weil er in München studiert hat, fuhren wir los. Zuerst ging es auf einen Hügel, von dem man einen guten Überblick über die Halbinsel gewinnen konnte...







Danach gab es wieder Pelzrobben aus der Nähe zu sehen...



Und dann verfolgten wir die Spuren des Gelbaugenpinguins, der sich immerhin auch tagsüber an Land bewegt, wenn er vom Fischen zurückkommt. Allerdings fanden wir nur einen und der versteckte sich auch noch in seiner Höhle...



Dieser Weg war verhältnismäßig noch gut....


Am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg zum Milford Sound. Dabei stießen wir auf ein Verkehrshindernis der besonderen Art. Die neuseeländische Art umzuziehen, sehr praktisch ;-)

2 Kommentare:

  1. Oh, toll! Da werden Erinnerungen wach...
    Muss doch glatt nochmal unsere Bilder anschauen...

    Na dann weiterhin viel Spaß und Abwechslungen!

    LG MuHei

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  2. Hallo Globetrotters! Die Architektur eines so kleinen Städtchens ist wirklich bemerkenswert. Die Stadtkasse muss also recht gut gefüllt oder gefüllt gewesen sein. Und Heiko als "Easy Rider" ist natürlich auch sehr sehenswert :-)
    Für bisherige Verhältnisse ist am Strand der Steinkullern ja mal richtig Gedränge. Falls ihr vielleicht noch etwas Platz im Gepäck habt, würde ich gern das naturgestaltete Waschbecken haben. Geht doch bestimmt, oder..?
    Ansonsten - traumhafte Landschaften - ... neidisch :'-((
    GGLG Birgit

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